


Von August bis in den Herbst haben Pflaumen und Zwetschgen Saison. Die süßen Früchte schmecken frisch, machen Kuchen saftig und lassen sich wunderbar zu Kompott, Pflaumenmus oder Konfitüre verarbeiten. Entdecke unsere Rezeptideen und erfahre mehr über die verschiedenen Sorten sowie Tipps für die Verarbeitung und Aufbewahrung. Ob als klassischer Zwetschgenkuchen mit Streuseln, als aromatisches Pflaumenmus aus dem Ofen oder fruchtiges Pflaumenkompott mit Orange und Kardamom - Pflaumen und Zwetschgen lassen sich auf ganz unterschiedliche Weise genießen.


Die Pflaumen-Familie ist umfangreich und bunt: Die beliebten, typisch blau-lilafarbigen Zwetschgen erkennt man an ihrer leicht spitzen, länglichen Form. Sie sind oft etwas fester als Pflaumen und vor allem lösen sich die Steine leichter aus ihrem Fruchtfleisch. Beides macht sie als üppigen Belag für große Blechkuchen einfach ideal.
Die ebenfalls oft blau-violetten Pflaumen sind ein bisschen saftiger und weicher und daher perfekt für die Verarbeitung zu Pflaumenmus und anderem Eingemachten geeignet. Auch für saftige Kuchen und Desserts sind sie eine gute Wahl. Auf dem Markt findest du oft unterschiedliche Sorten und kannst dich so an deine Lieblingspflaume herantesten.
Und es gibt noch so viel mehr Auswahl: Renekloden beispielsweise sind grün, bestechen mit viel Aroma und haben festeres Fruchtfleisch. Der Zwerg in der Familie ist die gelbe oder leicht rötliche Mirabelle in Kirschgröße, die sich wunderbar zum puren Naschen eignet, aber auch verarbeitet köstlich schmeckt. Größere gelbe Früchte wie Eierpflaumen sind weich und saftig. Und durch Kreuzungen entstehen immer wieder neue Sorten, zum Beispiel in gelb-lila oder rot. Die meisten Pflaumen werden bei uns ab Hochsommer reif und sind dann bis in den Herbst hinein frisch verfügbar. Im frühen Sommer oder sogar schon im Frühjahr bekommt man oft außerdem runde rote Sommerpflaumen, die aus südlichen Ländern importiert werden.
Alle Pflaumenarten liefern Mineralstoffe wie Kalium und Kalzium sowie Vitamine, darunter C, mehrere B-Vitamine und Provitamin A. Dank ihrer Ballaststoffe sind Pflaumen außerdem für ihre verdauungsfördernde Wirkung bekannt – in frischer wie in getrockneter Form.


Eigentlich beginnt der Spätsommer erst richtig mit einem Stück frischem Zwetschgenkuchen. Saftige Pflaumen oder Zwetschgen backt man klassisch dicht an dicht auf Hefeteig, am besten auf dem Blech, denn der Kuchen ist so köstlich, dass man gerne noch ein Stück mehr davon isst! Auch das Zupfbrot aus Hefeteig ist dank Füllung aus Pflaumen und Nüssen der perfekte Herbstkuchen. Aber auch auf Mürbeteig machen sich die Früchte mit ihrem süß-säuerlichen Aroma wunderbar, ebenso wie in saftigen Rührteig gebettet wie bei unserem veganen Zwetschgen-Marzipan-Kuchen.
Wenn du Pflaumen und Zwetschgen gerne über die Saison hinaus genießen möchtest, kannst du sie unkompliziert im Glas im Backofen einkochen. Wie das ganz einfach geht, erklären wir in unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung.
Von Pflaumenmus bis Chutney
Ein weiterer Klassiker ist leckeres Pflaumenmus, das ganz unkompliziert im Ofen zubereitet wird, und dabei langsam seine typische, streichfähige Konsistenz entwickelt. Darüber hinaus gibt es viele weitere Rezepte mit Pflaumen, Zwetschgen und Mirabellen: zum Beispiel eine feine Mirabellenkonfitüre mit Mandeln oder eine süß-scharfe Tomaten-Mirabellen-Konfitüre. Auch das scharfe Pflaumen-Chutney passt wunderbar zu würzigem Käse oder indischen Currys. Pflaumenkompott schmeckt pur als Dessert oder als Topping auf einem veganen Chia-Gewürz-Pudding. Mit Pflaumen lassen sich außerdem ein Dutch Baby, ein einfacher Pfannkuchen aus dem Ofen, oder herbstliches Porridge mit Mohn verfeinern. Sie eignen sich auch als Füllung für Grießknödel oder knusprige Friesentörtchen und vieles mehr. Gib einfach „Pflaume“ oder „Zwetschge“ in unserer Rezeptsuche ein und lass dich von der Vielfalt der Rezeptideen inspirieren!

Beim Einkauf aller Pflaumensorten solltest du darauf achten, dass du nur frische, unbeschädigte Früchte wählst. Exemplare mit Druckstellen oder sehr weiche Früchte halten nicht mehr lange und sind leider manchmal von Würmern befallen. Bei Zimmertemperatur reifen noch leicht grünliche Pflaumen etwas nach und sind dann nach zwei bis drei Tagen verarbeitungs- oder essreif. Auf frischen Pflaumen ist oft ein leicht weißer Duftfilm zu sehen, der die Früchte vor dem Austrocknen schützt. Wenn du die Pflaumen nicht sofort verarbeiten, sondern einige Tage aufbewahren möchtest, bitte diesen weißlichen Reif nicht abwaschen, um den natürlichen Schutz nicht zu zerstören. Man sollte ihn erst direkt vor dem Essen oder der Verarbeitung abreiben.
Für den Winter kannst du Pflaumen eingemacht im Glas – als Kompott, halbierte Früchte oder Konfitüre – konservieren. Wenn du eine große Menge erntest und mit dem Verarbeiten nicht hinterherkommst, kannst du die geputzten, halbierten und entsteinten Früchte auch tiefkühlen. Dafür die Früchte möglichst nebeneinander in einer flachen Dose, auf einem Brett oder Gefriertablett einfrieren und dann in Dosen oder Beutel verpacken, so bleiben sie portionierbar. Auch nach dem Auftauen sind die Früchte perfekt zum Verarbeiten in Kuchen, Kompott und Konfitüre!

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