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Sirup selbermachen – einfach und vielseitig

Schnell und abwechslungsreich aus Früchten oder Kräutern

Du möchtest Sirup selber machen? Das geht ganz einfach und gelingt mit wenigen Zutaten wie Früchten, Kräutern oder Blüten, Zucker und je nach Rezept Wasser oder Zitronensaft. Ob fruchtiger Erdbeersirup, aromatischer Holunderblütensirup oder erfrischender Kräutersirup – selbst gemachter Sirup ist vielseitig einsetzbar. Mit Wasser aufgegossen wird daraus eine fruchtige Erfrischung, außerdem verfeinert Sirup Desserts, Joghurt, Porridge, Waffeln oder Cocktails. In diesem Beitrag findest du passende Rezepte sowie Tipps zur Zubereitung und Haltbarkeit.

Anleitung zum Sirup-Selbermachen

Das Grundprinzip bei der Sirupherstellung ist einfach und immer gleich: Zucker wird mit einer Flüssigkeit wie Wasser, Zitronen- oder anderer Fruchtsaft, Früchten und nach Belieben Kräutern oder Gewürzen aufgekocht, bis er sich auflöst und die Flüssigkeit sirupartig andickt. 

Meist lässt man das Ganze noch einige Minuten köcheln. Das sorgt gerade bei Kräutern für einen intensiven Geschmack und außerdem dafür, dass der Sirup noch etwas dicker wird. In der Regel verwendet man mindestens 500 g Zucker auf einen Liter Sirup.

Sirup aus Beeren

Beeren eignen sich zur Herstellung von Sirup besonders gut, weil sie reichlich Saft enthalten. Und es ist schön einfach, diesen Saft zu gewinnen: Dafür musst du die Beeren nur putzen, grob zerkleinern und mit Zucker mischen. Gibst du ihnen ein bißchen Zeit, tritt ihr Saft ganz von selbst aus, bevor du ihn zu Sirup kochst. Besonders einfach funktioniert das mit weichen Beeren wie Erdbeeren, die wir in unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung verwenden, ebenso mit Him- oder Brombeeren. Beeren mit festerer Schale wie Stachel-, Blau- oder Johannisbeeren kannst du mit dem Zucker im Topf zerdrücken und mit etwas Wasser direkt aufkochen. 

Sirup aus anderen Früchten

Früchte wie zum Beispiel Kirschen, Pfirsiche, Äpfel, Rhabarber, Quitten, Pflaumen und viele mehr werden geputzt, gewaschen und je nach Sorte zerkleinert. Dann werden sie mit Zucker und Wasser weich gegart und zu Sirup eingeköchelt. Nach Wunsch können dabei Gewürze, Kräuter oder Geschmacksgeber wie Tee zugefügt werden.

Aus Kräutern und Blüten

Holunderblüten beispielsweise, Minze oder Waldmeister werden nach dem Sammeln verlesen, eventuell gewaschen und zerkleinert und mit Wasser und Zucker gemischt. Je nach Rezept lässt man sie manchmal etwas ziehen, um ihren Geschmack zu gewinnen, dann wird das Ganze zu Sirup eingeköchelt. Dieser wird vor dem Abfüllen durch ein Sieb gegossen, um die aromagebenden Zutaten wieder zu entfernen.

Tipp

Früchte mit wenig eigener Fruchtsäure oder Kräutersirup kannst du zusätzlich mit Zitronen- oder Limettensaft oder etwas Zitronensäure verfeinern und so intensiver machen. 

Für einen klaren Sirup gießt du die Flüssigkeit nach dem Kochen durch ein sauberes Safttuch oder ein feines Sieb, bevor du den Sirup abfüllst. Die Fruchtreste nicht entsorgen, du kannst sie nach dem Abkühlen in Joghurt oder Quark rühren und so genießen. 

Die Haltbarkeit von Sirup

Damit der Sirup haltbar ist, wird er wie Marmelade kochend heiß in saubere Flaschen abgefüllt und sofort dicht verschlossen. Am besten sterilisierst du die Flaschen vor dem Abfüllen zusätzlich durch Ausspülen mit kochendem Wasser oder Erhitzen im Ofen. Auch der Zucker sorgt für die Haltbarkeit – und zusätzlich für das wunderbar intensive Aroma.

Dazu einige Tipps:

Soll dein Sirup länger halten, kannst du die Zuckermenge im Verhältnis 1:1 oder sogar 2:1 zum Saft erhöhen. 

Lagere geschlossene Sirupflaschen an einem dunklen, möglichst kühlen Ort, eine Vorratskammer oder der Keller sind ideal. 

Ist die Flasche angebrochen, gehört sie in den Kühlschrank und der Sirup sollte innerhalb einiger Tage bis weniger Wochen verbraucht werden. 

Sirup-Varianten für den Sommer

Mit Früchten: Wir lieben Erdbeersirup – er ist der Klassiker und mit Mineralwasser aufgegossen den ganzen Sommer über ein fruchtiges Getränke-Highlight. Für noch mehr Vielfalt haben wir Erdbeeren mit Kräutern, Vanille oder Limette abgeschmeckt oder mit roten Johannisbeeren kombiniert. Außerdem haben wir mit Erdbeeren eine besondere Sirupversion, einen Shrub mit Essig, hergestellt, die wir als Basis für Sangria verwenden. Du kannst den Erdbeer-Shrub auch pur mit Wasser aufgießen, er ist an sehr heißen Sommertagen besonders erfrischend. 

Eine besonders würzige Getränkebasis, die auch als Milchshake schmeckt, ergeben schwarze Johannisbeeren. Im Prinzip kannst du aus allen Sommerfrüchten Sirup herstellen – kombiniere dabei säurearme Sorten wie Melone am besten mit sauren Früchten wie Johannisbeeren.

Mit Kräutern oder Blüten: Die sommerliche Kräuterfülle kannst du zu intensiv-aromatischen Sirups verarbeiten wie zum Beispiel Minzsirup mit Zitrone, Zitronenverbene-, Salbei- oder Waldmeistersirup, Zitronenmelisse mit Grüntee oder Holunderblütensirup, die einfach mit Wasser aufgegossen wunderbar aromatische Limonaden ergeben.

Anwendungen für fruchtigen Sirup

Als klassischer Sirup:Viele unserer Sirupe schmecken im Verhältnis 1:6 mit Wasser gemischt optimal – aber natürlich kannst du das Mischverhältnis ganz nach deinem Geschmack verändern. Mit Sekt aufgegossen wird Sirup außerdem zum blitzschnellen, köstlichen Feierabend-Cocktail. 

Als Topping und mehr: Pur ist etwas Sirup ein aromatisches Topping für Waffeln oder Pancakes, gibt Porridge schnell fruchtige Süße oder du träufelst zusätzlich etwas auf eine Joghurtcreme. Auch die Sahnefüllung einer Torte oder die Creme eines Cheesecakes kannst du damit nach Wunsch abwandeln und abrunden. 

Unser Profitipp: Verfeinere einen Tortenguss, z.B. für einen schnellen Erdbeerkuchen, für noch mehr Aroma mit 1-2 EL Erdbeersirup. 

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