Lemon Curd selber machen – cremiger Brotaufstrich mit Zitrone

Aufstrich der feinen englischen Art

Lemon Curd ist ein britischer Brotaufstrich mit süß-säuerlichem, buttrigem Geschmack und einer cremigen Konsistenz, die an feinen Pudding erinnert. Er besteht aus Zucker, Zitronensaft und -schale, Butter und Eiern und wird durch Erhitzen eingedickt. Lemon Curd schmeckt nicht nur auf Brot, Brötchen oder Waffeln, sondern ist ein Klassiker der englischen Patisserie und wird auch zum Füllen oder Toppen von Kuchen oder Törtchen verwendet. Die köstliche Creme lässt sich variantenreich nicht nur mit Zitrusfrüchten, sondern auch mit fein püriertem Beerenmark herstellen. Dank unseres unkomplizierten 1-2-3 Fruchtaufstrich gelingt Curd selbst Anfängern problemlos und sorgt für fruchtige Vielfalt, sogar in vegan. Wir stellen dir den süßen Tausendsassa heute ausführlich vor. 

Was bedeutet Curd?

Wer sich fragt, was „Curd“ eigentlich bedeutet, wird von der Übersetzung eventuell leicht verwirrt: Denn oft wird im Deutschen dafür „Quark“ angegeben. Dabei handelt es sich beim britischen Curd um etwas ganz anderes – einen köstlich-cremigen, süßen Brotaufstrich mit Fruchtanteil, klassisch Zitrone. Die Übersetzung leitet sich sicherlich vom englischen Verb „to curd“ her, was soviel wie „gerinnen“ oder „ausflocken“ bedeutet. Und bei der Käse- oder Quarkherstellung wird tatsächlich Milch zum Gerinnen gebracht, um dann aus den festen Bestandteilen entweder frisch Quark oder gereift die unterschiedlichsten Käsesorten zu erzeugen. Bei der Herstellung von fruchtigem Lemon Curd ist allerdings das Ausflocken etwas, was es zu vermeiden gilt, wie wir dir weiter unten erklären. Daher raten wir dazu, den englischen Namen einfach als Bezeichnung für diesen besonderen, samtigen Aufstrich hinzunehmen und ihn bei Bedarf einfach mit „Zitronencreme“ zu übersetzen.

Der Klassiker: gekochtes Lemon Curd

Beim klassischen Lemon Curd werden die Zutaten Butter, Zucker, Zitronensaft und Zitronenschale sowie Eier durch Erhitzen zu einer cremigen Masse verbunden und dicken dabei dank der Eier sanft an. Dafür wird zuerst Butter mit Zitronensaft und -schale geschmolzen. Dann wird Zucker zugegeben und mit erhitzt, bis er ebenfalls schmilzt. Die Eier werden separat verquirlt, die heiße Zuckermasse langsam und unter Rühren zugegossen und das Ganze anschließend zurück in den Topf gegeben. 

Nun braucht es Aufmerksamkeit und etwas Geduld: Denn diese Masse wird im Topf bei schwacher bis mittlerer Hitze unter Rühren erhitzt, bis sie eindickt, das braucht einige Minuten. Dabei soll die Masse nicht kochen, damit das Ei nicht ausflockt, und muss dafür stetig gerührt werden – lass dich also nicht vom klingelnden Handy oder ähnlichem ablenken. Als Ergebnis wirst du mit einer glänzenden puddingähnlichen Creme belohnt, die intensiv nach Zitrone und dank Butter und Eiern wunderbar vollmundig und üppig schmeckt. Lemon Curd ist als Aufstrich auf knusprigen Brötchen, frischem Brioche, Waffeln oder Pancakes einfach perfekt. In Großbritannien wird es auch oft zu feinen Scones serviert. Du kannst die Fruchtsorte variieren: Mit Limettensaft beispielsweise und etwas frischem Ingwer wird daraus eine würzige Curd-Version, mit pürierten Himbeeren ein intensiv roter, sommerlicher Aufstrich.

Curd mit 1-2-3 Fruchtaufstrich

Wer sich an die klassische Zubereitung nicht so recht herantraut, wird unseren 1-2-3 Fruchtaufstrich lieben, der Fruchtpürees und Massen ohne Erhitzen andickt. So gelingt damit auch eine unkomplizierte Curd-Variante – ohne Eier, ohne Kochen und damit ganz ohne Risiko, dass etwas ausflocken könnte. Curd auf diese Weise gelingt außerdem blitzschnell: Einfach Butter schmelzen. Zitronensaft und Fruchtfilets mit 1-2-3 Fruchtaufstrich ca. 45 Sekunden pürieren. Dann erst die flüssige, leicht abgekühlte Butter, anschließend etwas Sahne untermixen. Das Ganze in Gläser füllen und im Kühlschrank fest werden lassen – fertig. 

Das gelingt statt mit Zitronen auch köstlich mit pürierten Beeren, zum Beispiel bei unseren Curds mit Erdbeer und Vanille oder Blaubeere plus Limette. Und weil es bei dieser schnellen Zubereitung keine Eier für das Curd braucht, kannst du es mit veganer Margarine und pflanzlicher Sahne sogar in vegan zubereiten! Wir haben dafür den Klassiker mit Zitrone als veganes Rezept am Start.

Curd-Vielfalt: in Kuchen, Törtchen und Teilchen

Lemon und Beeren Curds schmecken aber nicht nur pur als Brotaufstrich, sie eignen sich auch ganz wunderbar zum Füllen von Kuchen und Teilchen oder als Topping. Wir haben beispielsweise einen kleinen Käsekuchen ohne Boden mit Blaubeer Curd getoppt – die Kombi zergeht auf der Zunge und schmeckt wunderbar nach Sommer. Erdbeer Curd wird mit Schlagsahne zu einer luftigen Creme, die wir in knusprige Baisertörtchen gespritzt haben. Lemon Curd wird unter Schlagsahne gezogen zum fein-säuerlichen Topping auf einer Pavlova. Und mit dem puren Lemon Curd kannst du auch Tortenböden wie die knusprigen Baiserstreifen oder feine Mürbeteigkekse füllen. 

Wann immer du einem Rührkuchen etwas Fruchtbeilage gönnen möchtest, ist so ein Curd eine unkomplizierte und köstliche Lösung: Einfach pur oder mit Schlagsahne, Mascarpone oder Quark verrührt als Topping aufstreichen oder als Klecks dazu servieren. Probiere es aus und lass dich von der samtigen Creme in all ihren Facetten verführen!

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