Die beste Backausstattung

Backformen, Teigrolle, Schüsseln, Schneebesen: Was braucht man zum Backen?

Kuchenbacken kann ganz unkompliziert sein oder auch aufwendiger und detailreich. Das hängt von deinen eigenen Vorlieben, den Rezepten und auch von der Ausstattung ab, die dafür zur Verfügung steht. Wir haben dir hier Infos rund um den Küchenbedarf fürs Backen zusammengestellt: von der Grundausstattung für Einsteiger über das fortgeschrittenere Back-Equipment für klassische Kuchen, Tartes und Torten bis hin zur kleinen Konditorausstattung, wenn Backen fast schon mehr ist als nur ein Hobby. In jedem Fall eine wichtige Zutat, die du immer dabei haben solltest, ist der Spaß am Backen! 

Schüsseln, Waage und vieles mehr

Blick von oben in eine Teigschüssel. Diese wird von zwei Händen gehalten und gerade wird Mehl unter eine Masse verrrüht. Daneben liegt ein Klotz Butter
Blick von oben in eine Teigschüssel. Diese wird von zwei Händen gehalten und gerade wird Mehl unter eine Masse verrrüht. Daneben liegt ein Klotz Butter

Eine Rührschüssel braucht es für fast jeden Teig. Wichtig: Sie sollte nicht zu klein sein, damit beim Rühren nichts überschwappt. Wo die Schüssel fehlt, tut es als Ersatz auch mal ein mittelgroßer Kochtopf. Wer es gerne komfortabel hat, investiert am besten gleich in einen Satz Schüsseln in unterschiedlichen Größen, denn sie helfen auch beim Abwiegen und Bereitstellen von Zutaten und sind auch praktisch für die Lagerung, da sie platzsparend verräumt werden können. Hilfreich sind Modelle mit zugehörigem Deckel, in denen man auch mal etwas kalt stellen kann. Zum spritzfreien Aufschlagen von Eischnee oder Sahne eignen sich hohe, schmale Rührbecher am besten. 

Für die meisten Rezepte brauchst du außerdem eine Waage: Mechanische messen etwas ungenauer und in größeren Schritten als digitale, kommen dafür aber ohne Batterien aus und verweigern nicht gerade am Sonntag ihren Dienst (unser Rat: für elektrische Waagen immer Ersatzbatterien im Vorrat haben). Als Einstieg kann manches Rezept auch mit einem Messbecher, Ess- und Teelöffeln umgesetzt werden, die Ergebnisse sind allerdings nicht so exakt wie mit der Waage.

Küchenhelfer vom Brett bis zum Mörser

Die Grundausstattung zum Kochen wie Schneidebretter, ein großes Kochmesser, Kochlöffel und Besteck kommt oft ebenso beim Backen zum Einsatz. Zudem brauchst du ein Sieb für Mehl oder Puderzucker, aber auch zum Abtropfen von Obst, wähle daher am besten ein mittelgroßes. 

Du backst häufiger? Enorm hilfreich sind dann ein stabiler Schneebesen zum Rühren, ein Pinsel zum Fetten der Formen und insbesondere ein leicht biegsamer Teigspatel, mit dem du Teige und Massen restlos aus der Schüssel in die Backform verfrachtest. Aus Silikon gefertigt verträgt er Hitze und kann auch als Kochlöffel eingesetzt werden. Seine kleine Schwester, die Teigkarte, kommt ohne Stiel daher und hilft beim Umsetzen und Portionieren schwerer Teige, z. B. aus Hefe. Ein Mörser ist nicht nur zum Zerstoßen von ganzen Gewürzen der beste Helfer, du kannst darin auch mal kleine Mengen Nüsse mahlen oder Zucker aromatisieren

Mürbeteig blindbacken

Wer gern Mürbeteig-Tartes backt, benötigt zudem eine stabile Teigrolle, am besten aus Holz, an der der Teig nicht so leicht klebt. Ist der Teig gut gekühlt, lässt er sich auch zwischen zwei Lagen Backpapier ausrollen. Zum Blindbacken bedeckt man den Teig in der Form mit Backpapier und beschwert ihn mit getrockneten Hülsenfrüchten, die man nach dem Abkühlen separat aufbewahren und erneut zum Blindbacken verwenden kann. Im Küchenhandel gibt es alternativ unglasierte Keramikkugeln, die die Hitze gut aufnehmen und beim Blindbacken an den Teig weitergeben, ein typisches Produkt der fast unendlichen Kategorie „Nice to have“. Ob du solche Nischenprodukte anschaffst, richtet sich nach deinem Budget, dem Platz im Küchenschrank und der eigenen Backbegeisterung – unsere Rezeptentwicklerin Karen schwört auf diese Blindbackkugeln.

Kneten: elektrisch oder von Hand

Einen eigenen Blogbeitrag haben wir der Frage gewidmet, ob du zum Teigrühren und -kneten einen elektrischen Handmixer benötigst oder lieber die große Küchenmaschine, einen Pürierstab oder doch nur deine Hände. Soviel sei schon mal verraten: Auch diese Wahl hängt ganz von deinen Backprojekten und -vorlieben ab.

Backformen: Vielfalt in Form

Eine Frau steht mit zwei Kindern in der Küche und backt

Unerlässlich für Kuchen und Co. sind hitzefeste Formen oder Unterlagen, in oder auf denen sie gebacken werden. Backbleche werden als Basisausstattung in der Regel mit dem Backofen geliefert: Auf ihnen lässt sich von Keksen über frei geformte Fladen oder Brote vieles backen. Wer regelmäßig Kuchen herstellt, besitzt aber sicher zusätzlich eine oder mehrere Formen: Zur Grundausstattung gehört eine Springform mit abnehmbarem Rand, in der neben Rührkuchen auch Biskuit oder Tartes gebacken werden können, für viele Kuchenfans außerdem eine Form für Kastenkuchen, Guglhupf und ein Muffinblech. Alle gibt es in unterschiedlichen Größen von Mini für Kuchen für die kleine Runde bis Maxi für die Familienfeier. 

Zum Start empfehlen wir eine Springform in der Standardgröße mit 26 Zentimetern Durchmesser, eine 25 bis 30 Zentimeter lange Kastenform und ein Muffinblech mit 12 Mulden: Für sie alle findest du reichlich Rezepte in unserer Sammlung. Ein weiterer Klassiker unter den Formen ist die Tarte- oder Pie-Form: Sie ist relativ flach, hat einen gewellten Rand und 26 bis 28 Zentimeter Durchmesser. Fortgeschrittene Modelle bestechen zusätzlich mit einem locker eingelegten, so genannten Hebeboden, der das Herauslösen nach dem Backen zum Kinderspiel macht.

Formenreichtum ohne Grenzen

Damit sind allerdings der Fantasie und Vielfalt keinerlei Grenzen gesetzt: Es gibt Backformen für Herzen, Osterlämmer, Weihnachtsbäume, Fußbälle und unglaublich vieles mehr. Willst du dafür Rezepte für Standardformen anpassen, kannst du sie mit Wasser füllen, um ihr Volumen zum Vergleich zu bestimmen. Hast du dennoch mal zu viel Teig gerührt – Formen sollen nur dreiviertel hoch befüllt werden, damit sie beim Backen nicht überlaufen – kannst du den Überschuss auch in kleinen Formen mit in den Ofen schieben und als Minikuchen backen. Mach bei ihnen rechtzeitig eine Stäbchenprobe, denn sie sind schneller fertig als ein großer Kuchen. 

Material der Backformen

Blick von oben in eine Springform, in der Kuchen ist
Blick von oben in eine Springform, in der Kuchen ist

Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal beim Kauf von Backformen ist ihr Material: Sind sie aus Keramik oder Glas, heizen sie sich langsamer auf als Formen aus dunklem Metall, Weißblech oder Emaille und benötigen deshalb oft etwas verlängerte Backzeiten. Dafür sind sie so attraktiv, dass man Kuchen auch direkt in ihnen servieren kann – und so manche Form wird schon über Generationen in der Familie weitergereicht. 

Backformen aus Metall

Weißblechformen sind Einsteigermodelle, die oft mit einem niedrigen Preis bestechen. Sie müssen besonders gut gefettet und am besten zusätzlich mit Mehl ausgestäubt werden, damit sich die Kuchen gut herausstürzen lassen. Da sie nicht säurefest sind, sollten sie nicht in Kontakt mit Früchten kommen. Empfehlenswerter sind Formen aus dunklem Metall oder Emaille, die die Wärme gut leiten, in der Regel säurebeständig sind und aus denen sich Kuchen besser lösen. Top sind Formen mit einer Antihaftbeschichtung, aus denen Kuchen fast von selbst herausgleiten. Ihre Innenseiten sollte man allerdings vorsichtig behandeln und nicht zerkratzen, daher nur mit Werkzeugen aus Holz oder Kunststoff in ihnen arbeiten. Wenn du sie im Schrank stapelst, Küchenpapier oder Servietten dazwischen legen, um auch hier ein Zerkratzen zu vermeiden.

Von Silikon bis Papier

Auch aus Silikonformen lösen sich Kuchen meist gut, selbst wenn sie aufwendig gefältelt oder ungewöhnlich geformt sind. Außerdem können sie problemlos in der Spülmaschine gereinigt werden. Da ihr Material beweglich ist, sollte man Silikonformen vor dem Befüllen mit Teig auf einen Ofenrost oder ein Blech stellen, damit sie sich beim Transport in den Ofen nicht verbiegen und Teig überläuft. Aus Silikon gibt es außerdem Backmatten bzw. Dauerbackfolien, mit denen man den Verbrauch von Backpapier auf dem Blech reduzieren kann. Dennoch gehört Backpapier zur Grund-Backausstattung, um damit beispielsweise Springformen auszulegen (z.B. beim Biskuitbacken). Kleine Förmchen für Cupcakes, Mini-Kastenformen etc. sind auch praktisch aus Papier, wenn man sie nicht so häufig benötigt.

Und zu guter Letzt kannst du dich für so manches Rezept auch bei der vorhandenen Küchenausstattung bedienen: In ofenfesten Tassen kannst du zum Beispiel Tassenkuchen oder Cupcakes backen und eine Tarte tatin oder ein Dutch Baby in einer ofenfesten Pfanne.

Backen: Nicht nur im Ofen möglich

Zugegeben, die meisten Backrezepte bereitest du natürlich im Backofen zu – ob elektrisch oder Gas, mit Ober-/Unterhitze oder Umluft entscheidet sich nach deinem Modell, die Infos zur jeweiligen Temperatur findest du in unseren Rezepten. 

Aber selbst wenn mal kein Ofen zur Verfügung steht, kannst du backen: Im Airfryer lassen sich (kleine) Kuchen und Teilchen zubereiten, für Waffeln brauchst du nur ein Waffeleisen, Pfannkuchen und Crêpes backst du in der Pfanne auf dem Herd und frittiertes Gebäck wie Donuts im Topf oder in einer Fritteuse. 

Abkühlen, aus der Form lösen und anrichten

Auf einem blauen Teller liegt ein schöner runder Marmorkuchen, von dem bereits ein Stück fehlt

Nach dem Backen sollte heißer Kuchen in der Form bzw. auf dem Blech auf einem Kuchengitter abkühlen. Nimm dafür den Ofenrost, große Topfuntersetzer oder kaufe spezielle Gitter aus dem Küchenbedarf mit engeren Stegen, auf denen man auch Teilchen wie Plätzchen oder Pralinen nach dem Verzieren absetzen kann. 

Mit einem Tortenretter – einer dünnen, großen, oft runden Metallplatte – lassen sich Kuchen und Torten unkompliziert von der Form auf einen Kuchenteller umsetzen. Zusätzlich hilft dabei ein großes Kochmesser, mit dem man flach zwischen Kuchen und Tortenretter durchfährt. Damit lässt sich der Kuchen anschließend in Stücke schneiden und mit etwas Geschicklichkeit sogar auf Teller heben, ein Tortenheber ist dafür allerdings noch besser geeignet. 

Wer keine Kuchenplatte besitzt, kann den Kuchen auch auf einen großen Pizzateller oder ein Brett umsetzen – oder wählt bereits beim Kauf eine Springform mit kratzfestem Boden (gibt es auch aus Glas), auf dem der Kuchen direkt serviert werden kann. Sollte sich der Kuchen übrigens mal nicht aus der Form lösen lassen, haben wir eine ganze Reihe von Tipps zusammengestellt, wie es doch gelingen kann.

Egal wie basic oder umfangreich deine Werkzeugpalette ist: Wir wünschen immer viel Spaß beim Backen und reichlich Genuss beim Vernaschen!

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