Ganz typisch und ziemlich unkompliziert ist die Herstellung von Flechtwerk aus Hefeteig. Dafür den Hefeteig in die angegebenen Portionen teilen – für einen klassischen Zopf sind das drei – und diese auf wenig Mehl zu gleich langen, möglichst gleich dicken Strängen formen. Das Flechten sollte man bereits auf dem mit Backpapier belegten oder gefetteten Blech vornehmen, dann muss das fertige Kunstwerk nicht noch einmal umgehoben werden. Beim Zopf werden dazu die Stränge erst an einem Ende zusammengedrückt und dann abwechselnd über- und untereinander gelegt, wie man es auch von einer Flechtfrisur kennt. Die Enden wieder gut zusammendrücken oder unter den Zopf schieben, damit das Muster beim Backen nicht aufgeht.
Besonders raffinierte Ergebnisse erzielst du, wenn du eine gefüllte Rolle längs aufschneidest. Lege dann die Hälften mit den Schnittflächen nach oben nebeneinander und verschlinge sie. Offen auf dem Blech gebacken ergibt das zum Beispiel unseren veganen Heidelbeer-Zopf. Das gleiche Prinzip findet auch bei dem schönen Pistazien-Rosen-Kranz Anwendung, hier werden die umeinander geschlungenen Kordeln auf dem Blech noch zu einem Kranz geschlossen. Für die Babka werden die beiden Rollenhälften ebenfalls umeinander verschlungen. Ihre besondere, unregelmäßige Wickeloptik entsteht, wenn das Ergebnis anschließend in die Kastenform gesetzt und dabei leicht gestaucht wird.
Es geht auch unkompliziert
Wer als Hefeteig-Anfänger diese Zubereitung noch als Herausforderung empfindet, kann es sich mit dem Hefe-Marzipan-Kranz deutlich einfacher machen: Hier bleiben die gefüllten Rollen ganz, man legt sie nur unkompliziert umeinander und dann zu einem Kranz. Auch hier gilt: Am einfachsten gelingt dies auf dem Blech, dann ist der Kranz bereits am gewünschten Ort.