Tee: die ganze Vielfalt des beliebten Heißgetränks

Grün, schwarz oder rot: Mit Tee wird es bunt in der Tasse

Über 67 Liter Tee haben wir in Deutschland 2024 pro Kopf genossen, das entspricht der unfassbaren Zahl von 87 Milliarden Tassen! Tee ist ein stetiges Highlight in der Getränkewelt und bietet viele Pluspunkte, darunter sicher auch die geschmackliche Vielfalt. Neben den Klassikern Schwarz- und Grüntee gehören auch Früchte- und Kräutertee-Mischungen in die Bilanz, sie machen immerhin über 40 Liter der jährlich genossenen Teemenge aus. Wir haben einige Fakten und Rezepte rund um die Welt des Tees für dich zusammengestellt, damit du deine Heißgetränke ganz abwechslungsreich und bunt genießen kannst.

Klassischer Tee aus der Teepflanze

Die klassischen Teegetränke wie schwarzer, grüner und weißer Tee sowie Spezialitäten wie Oolong, Matcha oder Pu-Erh werden aus der Teepflanze Camellia sinensis und ihren Verwandten gewonnen. Ursprünglich war diese in China beheimatet, wird aber heute in vielen Teilen Asiens, in Indien und darüber hinaus kultiviert. Für Tee erntet man in der Regel zarte Blätter und/oder Knospen der Pflanzen. Für grüne Tees wird die Ernte nur wenig behandelt und vorwiegend getrocknet, für den hochwertigen weißen Tee werden nur besonders feine junge Triebe mit silbrig-weißer Blattunterseite geerntet und auf gleiche Weise verarbeitet. Für schwarze Teesorten lässt man die Blätter nach der Ernte zuerst welken. Dann werden sie gerollt, um sie aufzubrechen, gesiebt und fermentiert, wodurch das besondere Aroma erzeugt wird, bevor sie abschließend getrocknet werden. 

Lange Historie

Über die Jahrtausende, die die Teegeschichte bereits andauert – erste Tees sollen in China schon vor 5000 Jahren zubereitet und genossen worden sein – haben sich außerdem spezielle Verarbeitungsweisen entwickelt, die noch mehr Vielfalt bieten: So werden die Pflanzen für den angesagten japanischen Matcha-Tee Wochen vor der Ernte beschattet, damit sie intensiv grün bleiben. Nach der Ernte werden die Blätter getrocknet und sehr fein vermahlen, um so die Spezialität mit ausgeprägter Bitternote herzustellen, die als einzige Teesorte im Getränk verbleibt und die man also mittrinkt. Für Oolong-Tee wird der Fermentationsprozess so gestoppt, dass die Blätter nur teilweise fermentieren, er besticht oft mit besonders duftigem Aroma. Für Pu Erh-Tee hingegen werden die Teeblätter zusätzlich nachfermentiert und ergeben so einen tiefroten bis schwarzen Tee mit kräftigem, auch erdigem Geschmack.

Anbaugebiet und Erntezeitpunkt entscheiden über das Aroma

Unterschiede im Tee-Aroma ergeben sich außerdem aus den Anbaugebieten oder dem Erntezeitpunkt, so gibt es beispielsweise innerhalb der großen Kategorie „schwarzer Tee“ Geschmacksunterschiede wie z. B. zwischen dem kräftigen, dunklen Assam-Tee oder dem feineren, aromatischen Darjeeling oder zwischen edlem First oder Second Flush (erster und zweiter Ernte).

Zudem werden schwarze und grüne Tees oft aromatisiert und damit ihre Palette noch vielfältiger. Für Jasmintee werden die Teeblätter traditionell bereits beim Trocknen mit Blüten verfeinert. Ein weiterer berühmter aromatisierter Tee ist der Earl Grey, bei dem schwarzer Tee mit der Zitrusfrucht Bergamotte verfeinert wird. Der Vielfalt an Aroma-Beimischungen ist heute kaum Grenzen gesetzt, sie reicht von Gewürzen wie Vanille oder Zimt über Früchte wie Kirsche oder Ananas bis hin zur Abrundung mit süßer Karamell- oder Sahnenote.

Klassische Tees aus der Teepflanze kann man prinzipiell mit allen Zuckersorten süßen. Je feiner die Teesorte ist, desto weniger zusätzlichen Eigengeschmack sollte der Zucker jedoch neben der Süße mitbringen: Zu zartem weißen Tee passt daher weißer Zucker oder weißer Teezucker am besten, während ein kräftiger Assam-Tee auch mit würzigem braunem Kandis harmoniert.

Tee aus Kräutern und Früchten

Neben den Sorten aus der Teepflanze werden auch andere Pflanzen, Kräuter und Früchte als Aufguss heiß genossen – entweder einzeln und pur oder in vielerlei Mischungen. Sehr beliebt sind Hagebuttentee aus den Früchten der Wildrose, roter Hibiskustee aus getrockneten Blüten, Kräutertees wie Minze, Salbei, Zitronengras oder Fenchel und Anis, um nur einige Beispiele zu nennen. Gießt man Gewürzmischungen als Tee auf, erhält man so genannten Yogi- oder Chaitee – das gelingt auch mit frischen Gewürzen wie Ingwer- oder Kurkumawurzel, die für besonders intensiven Geschmack sorgen. 

Auch Matetee aus den Blättern einer in Südamerika heimischen Pflanze oder der afrikanische Rooibos-(oder Rotbusch-)tee gehören in diese Kategorie, werden wie klassischer Tee aufgegossen und getrunken und sind ebenfalls pur, aromatisiert oder in Mischungen im Angebot.

Während wir all diese Getränke genau wie den Klassiker aus der Teepflanze bei uns unkompliziert „Tee“ nennen, unterscheiden viele unserer europäischen Nachbarn sie sprachlich: Sie bezeichnen Kräuter-, Früchte- und andere Versionen als „tisane“ oder „infusion“, also als Aufguss und behalten den Namen „Tee“ den Getränken aus der Teepflanze vor. 

Unser Tipp für die richtige Süße

Weißer Teezucker ist immer die richtige Wahl, um heiße Früchte- und Kräutertees mit Süße abzurunden. Für kräftige Gewürztees wie Chai oder intensive Kräutermischungen (z.B. so genannte „Schietwetter“-Tees mit Minze, Fenchel, Thymian oder Anis) empfehlen sich auch kräftigere Zuckersorten wie dunkler Kandis, Rohrzucker oder brauner Teezucker, die dem Tee zusätzlich eine warme Geschmacksnote geben.

Die Teezubereitung

In der Regel wird Tee mit kochendem Wasser aufgegossen. Das sorgt dafür, dass sich die aromatischen Bestandteile gut in der Flüssigkeit lösen. Damit das zarte Aroma von grünen und weißen Tees besonders zur Geltung kommt, gibt es für sie Empfehlungen, das kochende Wasser vor ihrem Aufbrühen etwas abkühlen zu lassen – wer das tun möchte, sollte besonders auf die Qualität der verwendeten Tees achten.

Je nach gewünschter Intensität lässt man die Aufgüsse kurz oder auch länger ziehen. Grüne, schwarze und weiße Tees ziehen meist nur eine bis wenige Minuten, Kräuter- und Früchtetees hingegen auch mal 15 Minuten oder länger. Für Chaitee werden Gewürzmischungen mitunter sogar eine Zeitlang geköchelt, um die Aromen herauszulösen. Und wer in der warmen Jahreszeit kalte Getränke bevorzugt, kann den Aufguss natürlich nach dem Ziehen auch abkühlen lassen und mit Eiswürfeln oder aus dem Kühlschrank als Eistee servieren.

Stilecht ob ostfriesische oder englische Art

Viele Menschen versüßen sich ihren Tee vor dem Genuss, weil das seine Aromen unterstreicht und perfekt hervorhebt. In der heißen Flüssigkeit lösen sich unsere feinkörnigen Teezucker, die wir  aromatisch in braun oder fein in weiß im Sortiment haben, besonders gut auf. Für den stilechten Tee auf ostfriesische Art gehören dicke Kandisstücke in die Tasse, die ihre Süße nach und nach abgeben – das typische Sahnewölkchen nicht vergessen. Schwarzer Tee auf englische Art wird meist mit Milch und Zucker verfeinert, dafür eignet sich unser Würfelzucker perfekt. Beim Chaitee werden Zucker, Teezucker oder Kandis und oft auch die Milch gleich mitgeköchelt, damit sich alles zu einem runden Genuss verbindet.

Tee – nicht nur als Getränk köstlich

Tee lässt sich nicht nur als Getränk genießen, sondern auch vielfältig in der Küche einsetzen. Du kannst zum Beispiel die Trockenfrüchte im Früchtekuchen statt in Weinbrand in kräftigem schwarzen Tee einweichen, um ihnen so eine besondere Geschmacksnuance zu geben. Der angesagte Matcha hat sich auch in der Backstube als Geschmacks- und Farbgeber etabliert – wir haben damit zum Beispiel unsere feinen Rosen-Matcha-Törtchen abgerundet und den Matcha-Karokeksen Farbe verliehen. Eine besondere Hommage an den Tee stellen unsere wunderschönen Chai-Teebeutel-Kekse dar. Die Chai-Latte-Mischung dafür kannst du mit unserem Rezept auch selbst herstellen.

Tee bringt außerdem beim Einmachen viele ungewöhnliche, aufregende Geschmacksnuancen ins Glas. Probiere unser herb-winterliches Matchatee-Grapefruit-Gelee, das feine Rosen-Hibiskus-Gelee oder fruchtiges Birnen-Gelee mit Earl Grey. Zu Sirup verarbeitet ist Tee außerdem rund ums Jahr blitzschnell für Kalt- und Heißgetränke verfügbar.

Es lohnt sich gerade in der kalten Jahreszeit, das eigene Teeregal um Lieblingssorten oder neue Kandidaten zu erweitern und die dampfende Tasse Tee als kleine Pause im Alltag zu genießen!

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