Zuckergewinnung
Während der im September beginnenden Rübenernte (die sog. "Rübenkampagne") wird aus den gesäuberten und zerkleinerten Zuckerrüben in der Fabrik ein Rohsaft gewonnen. Dieser wird in anschließenden Prozessen gereinigt und eingedickt, so dass sich der Zucker daraus leicht kristallisieren lässt. Durch die mehrfache Wiederholung des Kristallisierens entsteht die Raffinade: der "weißeste" Kristallzucker.
Der fertige Zucker wird getrocknet, gekühlt und über Förderbänder in Zuckersilos gelagert. Aus den Silos wird der Zucker entnommen und weiterverarbeitet bzw. abgepackt. Knapp 84 % des Zuckers werden zur Herstellung von Süßwaren, Getränken, Backwaren etc. an die weiterverarbeitende Industrie geliefert. Rund 16% des Zuckers werden zu den verschiedenen Sorten des Haushaltszuckersortiments weiterverarbeitet und abgepackt.
Verwertung der Nebenprodukte
Die bei der Produktion der Raffinade anfallenden Nebenprodukte werden der Natur als Viehfutter oder als Dünger zurückgeführt.
Zusammensetzung
Bei der Kristallisation des Zuckers können Moleküle anderer Struktur von Zuckermolekülen eingeschlossen werden. Dieser Faktor bestimmt über die Reinheit des Zuckers, der in verschiedenen Graden gemessen wird: Weißzucker der EG-Kategorie I (= Raffinade) oder II, Halbweißzucker und Rohzucker.
Brauner Zucker
Brauner Zucker kann aus weißem Rübenzucker hergestellt werden, wenn beim Kristallisieren gezielt Einschlüsse von karamellisiertem Zucker im Kristall erzeugt werden. Der eingeschlossene karamellisierte Zucker ist Ursache für die Farbe und besondere Karamellnote von braunem Zucker.
Eigenschaften
Zucker ist nicht nur süß, wasserlöslich und vergärbar, sondern zeichnet sich auch durch praktisch unbegrenzte Lagerfähigkeit, hohe Reinheit und gleichbleibende Qualität aus. Zucker ist eine Zutat mit vollkommen verlässlichen Eigenschaften bei der Zubereitung und dient der geschmacklichen Abrundung von Speisen jeder Art.
